Die zwei Formen der Unordnung im Garten

Von: Petra Merz
Kategorie: Garten

Es gibt zwei verschiedene Arten von Unordnung im Garten. Die eine ist wohltuend und spendet Kraft, die andere lähmt und bindet Kraft. Was verbirgt sich dahinter?

Der kraftspendende Garten

Im kraftspendenden Garten bekommen die Pflanzen Raum, um zu wachsen und sich zu entwickeln. Es wird nicht jedes „Un“-Kraut herausgerissen. Neue Pflanzen dürfen zu Besuch kommen.  Es gibt immer etwas zu entdecken, selbst in kleinen Gärten. Die Bewohner nehmen sich zurück. Die Möblierung ist sparsam. Sie fügt sich harmonisch ein. Das Werkeln im Garten wird (meist) nicht als Arbeit empfunden, sondern als beruhigend. Man kann auftanken.

Der zugemüllte Garten

Der Begriff zugemüllt bedeutet nicht, dass lauter Unrat herum liegt. Das Zumüllen beginnt schon viel früher und setzt sich oft schleichend fort. Es ist ein Phänomen, das ich seit einiger Zeit zunehmend beobachte. Da stehen zum Beispiel überall Stühle und Tische herum, mehr als benötigt werden und oft in einem schlechten Zustand. In den Ecken werden Sachen abgelegt, die nicht mehr benötigt werden, vielleicht sogar kaputt sind und nun über Jahre dort liegen bleiben. Hinter Hütten werden Dinge gelagert, die man ja vielleicht noch brauchen könnte. Doch aus den Augen aus dem Sinn, sie verrotten dort letztlich.

Was bedeutet das?

Die  Bewohner schieben diese Dinge weit von sich, bis in die Ecken ihrer Grundstücke. Losgelassen werden sie nicht. Sie bleiben im eigenen Wirkungsbereich und binden die eigene Energie. Es ist ein Trugschluss, zu glauben, man wird frei, wenn man etwas nicht mehr sieht. Es wird nur verdrängt.

In diesen turbulenten Zeiten ist es notwendig zu prüfen, was man tatsächlich braucht. Durchforsten Sie all das, was sich in ihrem Leben so angesammelt hat. Misten Sie auch im Garten aus.

Weniger ist mehr.

Prüfen Sie

  • In welchem Zustand sind die Dinge, die Sie aufheben?
  • Was davon brauchen Sie noch?
  • Brauchen Sie es wirklich?

Wenn's schwer fällt

  • Sind schöne Erinnerungen damit verbunden, dann holen Sie diese Erinnerungen in ihr Herz und bewahren Sie sie dort auf.
  • Waren Träume damit verbunden, prüfen Sie, ob diese Träume noch wichtig sind. Wenn ja, suchen Sie eine Form, sie zu realisieren. Wenn nein, geben Sie sie frei.
  • Waren es Geschenke, dann bedanken Sie sich im Geiste und werfen oder geben sie es weg. Sie sind nicht verpflichtet, ein Geschenk auf ewig aufzuheben.

Ordnung hat sehr viel mit innerer Klarheit zu tun. Es sind die Qualitäten des Metall-Elementes: sich ausrichten, die eigene Energie zu sich nehmen, sich zentrieren, wieder vollständig werden. In turbulenten Zeiten, ist das heilsam.

Haus und Garten sind ein Spiegel der Seele.

Zeigt sich Verdrängtes aus dem eigenen Leben, hilft anschauen, annehmen, aufräumen, Heilung zulassen. Verdrängen bringt nichts. Das Schöne ist, dass wir letztlich sehr viel selbst in der Hand haben. Das Aufräumen in Haus, Wohnung und Garten gehört dazu. Es kostet oft etwas Überwindung. Der erste Schritt ist wichtig. Dann heißt es dranbleiben.

Garten neu anlegen

Allen, die gerade einen Garten anlegen wollen, rate ich, sehr achtsam zu sein. Überlegen Sie sich, was Sie sich in den Garten holen. Nicht alles was gerade in Gartenmagazinen gehypt wird, ist schön. Steingärten sind zum Beispiel doch längst überholt. Auch die sterilen Zypressen-Steinplatten-Gärten sind wahrlich kein Highlight. Wir brauchen Blühpflanzen, Vielfalt, Natur. Das ist Balsam für die Seele, für Insekten und Naturwesen.

Bleiben Sie achtsam.

Ihre Petra Merz

Feng Shui Konzepte – Ihre Feng Shui Beratung aus Bamberg

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